Ablaufprobleme aus dem Bauprozess beseitigen
Warum Augmented Reality das Gegenmittel ist, um eines der häufigsten Probleme zu beseitigen.
Ablaufprobleme schaden uns allen
Wir alle kennen es: Der Elektriker hat die Leerrohre bereits verlegt, die Lüftungsmannschaft trifft ein und die Leerrohre stehen im Weg. Jemand muss die fertige Arbeit versetzen oder womöglich neu machen, was Kosten verursacht und unter Umständen sogar das Projekt verzögert.
Dieses Versäumnis, die Installationsprioritäten zwischen allen Gewerken abzustimmen, ist uns allen bekannt, und unsere Erfahrung zeigt, wie häufig es auftritt und wie schwerwiegend die Folgen sind – je nachdem, wie spät die Ablaufprobleme entdeckt werden. Das Ausmaß ist nicht unerheblich: Branchenanalysen beziffern MEP-bezogene Kollisionen auf über 60 % aller Koordinationskonflikte in einem typischen Gewerbeprojekt, wobei Nacharbeiten bis zu 5–15 % der gesamten Projektkosten verschlingen – und die Kosten jedes Konflikts vervielfachen sich, je später er auftritt.
Diese Situation anzugehen sollte daher einer der wichtigsten Handlungsbereiche für Technologie sein.
Vorausschauende Baukoordination schlägt rückblickende Reaktion
Heute versuchen unzählige Lösungen, das Problem zu bewältigen, indem sie aufgetretene Ablaufprobleme so früh wie möglich erkennen. Reality Capture wie Scanning-Lösungen oder 360-Grad-Technologien sind eine gängige Lösung für einen Teil dieses Problems. Sie werden von jemandem (oder etwas) eingesetzt, der die Baustelle abgeht, Aufnahmen macht und Tage später einen Überblick über die Begehung liefert und möglicherweise zeigt, was vom Plan abgewichen ist. Die Fähigkeiten dieser Lösungen sind konzeptionell auf einen reaktiven Ansatz beschränkt: Sie können nur in die Vergangenheit zurückblicken und daher lediglich versuchen, die Fehler so früh wie möglich zu erkennen, aber niemals davor. Zudem beschränkt ihr Preisniveau diese Lösungen auf sehr komplexe Projekte, sodass sie für die meisten Bauprojekte unerreichbar bleiben.
Eine 4D-Koordination der BIM-Modelle kann helfen, größere Probleme aus der Ablaufplanung zu reduzieren, doch die Terminpläne ständig an die Baustelle anzupassen, macht dieses Vorgehen unwirtschaftlich und bringt einen erhöhten Arbeitsaufwand für die BIM-Teams sowie zusätzliche Kosten mit sich. Und schließlich treten viele Probleme einfach vor Ort auf, und eine vorherige 4D-Zuordnung des Terminplans zur Baustelle kann die tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort niemals abbilden.
Augmented Reality ist konzeptionell anders und bietet vorausschauende und koordinierende Fähigkeiten, die von den technologischen und konzeptionellen Grenzen der Reality-Capture-Technologien unabhängig sind. Der vorausschauende Charakter der Technologie ermöglicht es den Bauleitern und Polieren vor Ort, die Ausführung direkt am exakten Ort auf der Baustelle zu koordinieren und zu planen und Entscheidungen zu treffen, die Ablaufprobleme unmittelbar vermeiden.
Der überraschend einfache Weg, wie AR Ablaufprobleme verhindert
Die Baustellenbedingungen ändern sich täglich, und unerwartete Probleme können jederzeit auftreten. Die Feldteams haben den besten Überblick über die Gegebenheiten vor Ort. Daher ist es am besten, wenn detaillierte Ablaufentscheidungen getroffen werden, indem die Prioritäten für die anstehenden Arbeiten direkt im tatsächlichen Raum festgelegt werden – mit allen Informationen vor Augen.
Die Koordination des Bauablaufs vor Ort ist mit AR unkompliziert und erfordert nur wenige Schritte:
Dieser Prozess verhindert die Ausführung von Arbeiten in falscher Reihenfolge und wird bewusst schlank gehalten: Er verfolgt nur die vereinbarten Prioritäten für jedes Bauteil im BIM-Modell und deren Fertigstellung. Unnötiges Hin und Her mit dem Büro entfällt. Dokumentations- und Berichtsaufgaben sind darauf ausgerichtet, die tatsächliche Ausführung zu unterstützen.
Dieser Prozess ist lösungsorientiert und nicht bürokratisch. Das Gegenteil der Verwaltung eines starren Terminplans. Es ist eine Echtzeit-Koordination in der Hand der Menschen, die vor Ort mit anpacken.
Da jede Fertigstellung an bestimmten Bauteilen im Modell erfasst wird, erfährt das Projektmanagement, welche Gewerke nun freigegeben sind und was als Nächstes installiert wird. Ressourcenbedarfe zeichnen sich früher ab, und ins Stocken geratene Bereiche werden in dem Moment sichtbar, in dem der Fortschritt stoppt.
Der logische nächste Schritt
Reality-Capture-Lösungen gibt es schon seit einiger Zeit und sie waren hilfreich, um zu verfolgen, was tatsächlich installiert wurde. GAMMA AR erweitert diese Fähigkeiten um die Koordination vor Ort und die vorausschauende Ablaufplanung und legt sie in die Hände der Menschen, die die Arbeit vor Ort erledigen.
Möchten Sie besprechen, wie sich GAMMA AR für die Ablaufplanung einführen lässt?
Unser Team bei GAMMA AR bespricht sehr gerne, wie sich Bauablaufplanung, Fortschrittsverfolgung, QA/QC und Koordination vor Ort in Ihren Projekten umsetzen lassen. Kontaktieren Sie uns – wir finden gerne den besten Prozess für Ihre spezifischen Anforderungen.