BIM-Implementierung über Ländergrenzen hinweg: Europa vs. USA
Geschrieben von Anton Kaplun
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Wer hat die Nase vorn?
Bereits 2004 rief die EU den eEurope-Aktionsplan ins Leben, der den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in verschiedenen Sektoren, einschließlich des Bauwesens, fördern sollte. Über die European Construction Technology Platform, die BIM 2007 als Schlüsseltechnologie für die Bauindustrie identifizierte, gründete die EU die EU BIM Task Group, die 2014 das EU BIM Handbook mit Leitlinien zur BIM-Implementierung für Behörden und Branchenakteure entwickelte.
Zeitgleich veröffentlichte das National Institute of Standards and Technology 2003 einen Bericht über den Einsatz von BIM im Bauwesen in den USA. Dieser Bericht identifizierte BIM als transformative Technologie für die AEC-Branche und empfahl die Entwicklung nationaler BIM-Standards. Dies führte 2007 zur ersten Version des BIM-Protokolls durch das American Institute of Architects und 2009 zum National BIM Standard-United States (NBIMS-US).
Bei ähnlichen Wegen führte dies zu unterschiedlichen Ergebnissen: In der EU ist BIM seit 2016 für öffentlich finanzierte Bauprojekte vorgeschrieben, während die BIM-Technologie in den USA nicht verpflichtend ist und von Bundesstaat zu Bundesstaat unterschiedliche Implementierungsgrade aufweist. Die Verpflichtung hat zu einem deutlichen Anstieg der BIM-Nutzung in der gesamten EU geführt und in den USA das BIM-Outsourcing für komplexe Projekte verstärkt.
Es versteht sich von selbst, dass der Begriff „BIM“ die Nutzung unterschiedlicher Software bezeichnet, und auch hier besteht ein Unterschied zwischen der EU und den USA. 83 % der BIM-Ingenieure in den USA nutzen Autodesk Revit, verglichen mit 62 % der BIM-Ingenieure, die Autodesk Revit verwenden, und 23 %, die in der EU Allplan nutzen. Der Software-Wettbewerb spielt den EU-Ingenieuren in die Hände: Der Entwicklungsprozess ist nicht eingefroren und führt zu innovativerer und benutzerfreundlicherer BIM-Software.
Die rasche Verbreitung und Einführung von BIM, das breite Spektrum an BIM-Software, das hohe Bildungsniveau und die natürliche ingenieurtechnische Neugier haben die europäischen Ingenieure an die Spitze im BIM-Bereich gebracht.
Warum AR das nächste große Ding ist
BIM-basierte Software kann Fehler in der Planungsphase verhindern, doch bei der Ausführung auf der Baustelle half bislang wenig gegen physische Fehler. Der Aufstieg der Augmented Reality (AR), die BIM-Modelle auch vor Ort visualisieren kann, ändert das. Besonders mobile AR wie GAMMA AR macht diese Technologie zugänglicher, und die Vorteile werden zunehmend anerkannt. Die visuelle Ausrichtung vermeidet Modell-/Feldvorbereitungen, und Smartphones statt schwerer eigenständiger Brillen machen den Einführungsprozess einfach und schnell. Der Workflow von GAMMA AR basiert auf IFC-Dateitypen (weitere Informationen finden Sie hier), was ihn offen macht für Nutzer in den USA (Autodesk Revit, die BIM-Software von Bentley Systems) und in der EU (Allplan, ArchiCAD und Tekla Structures).
Es gibt keine unmittelbaren Pläne, die AR-Implementierung im Bauwesen verpflichtend zu machen, doch immer mehr Anlageneigentümer nehmen diese Anforderung wegen all der Vorteile, die AR bringt, in ihre Ausschreibungsunterlagen auf: verbesserte Visualisierung und Kommunikation, weniger Fehler und Nacharbeiten, mehr Sicherheit auf den Baustellen (erfahren Sie mehr hier); und mit Blick auf die BIM-Implementierung in den USA und der EU lohnt es sich, hier zuerst anzusetzen, den Mehrwert von AR auf die Baustelle zu bringen und das Rennen gegen die Konkurrenz gemeinsam mit GAMMA AR zu gewinnen.
Über GAMMA AR
GAMMA AR ist eine Bau-App, die BIM-Modelle mithilfe von Augmented Reality auf die Baustelle bringt. Entdecken Sie die Funktionen der Software und starten Sie jetzt Ihre 30-tägige kostenlose Testversion.
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