Batson Cook optimiert die MEP-Koordination im Krankenhausbau mit AR-Technologie
- Zentrale Herausforderung: Konflikte zwischen dem Freiraum für Patientenlifte und den bestehenden TGA-Systemen.
Inhaltsverzeichnis
Generalunternehmer
Bau - Gesundheitswesen
Krankenhausbau mit komplexer MEP-Koordination
Zusammenfassung
Als Batson Cook Construction bei ihrem Projekt Northside Hospital Gwinnett Konflikte bei der Installation von Patientenliftern lösen musste, evaluierte das Team GAMMA AR als Teil seines Koordinationsinstrumentariums. Die Fähigkeit der Technologie, BIM-Modelle direkt über die realen Gegebenheiten zu legen, verschaffte die nötige Klarheit, um technische Herausforderungen effizient zu lösen – und veranlasste die Unternehmensleitung, sie als Standardwerkzeug für künftige Projekte einzuführen.
Die Herausforderung
Das Projekt Northside Hospital Gwinnett stellte eine komplexe Koordinationsaufgabe dar: die Installation von Patientenliftsystemen in zehn Patientenzimmern auf der zweiten Ebene. Diese kritischen Systeme erfordern exakte Freiräume in der Decke – parallele Hülsen in etwa acht Fuß Abstand mit Montagestangen, die bis in die darüberliegende Betondecke reichen. Doch das Team stellte fest, dass der Platz aufgrund von Konflikten mit vorhandenen Freispiegelleitungen, HVAC-Systemen und Druckleitungen nicht ausreichte.
Jeder Konflikt mit diesen MEP-Systemen hätte kostspielige Verzögerungen und mögliche Projektstillstände zur Folge gehabt – und die Komplexität ging über das hinaus, was herkömmliche 2D-Pläne den Teams vor Ort wirksam vermitteln konnten.
„Wir versuchen, diesen fatalen Dominoeffekt zu vermeiden, der den Terminplan nach hinten wirft“, erklärte Lifahn Adams, VDC-Spezialist bei Batson Cook. Die zuvor eingesetzte Lösung Trimble Connect war an der unzuverlässigen HoloLens-Technologie und den umständlichen QR-Code-Anforderungen für die Modellausrichtung gescheitert.
Die Lösung & Umsetzung
GAMMA AR ermöglichte die nahtlose Überlagerung von BIM-Modellen direkt über die realen Gegebenheiten – mithilfe der LiDAR-Technologie des iPad. Das markerlose Tracking beseitigte Komplikationen im Arbeitsablauf und ermöglichte zugleich die präzise Visualisierung geplanter Installationen im Abgleich mit der bestehenden Infrastruktur.
„Mit GAMMA AR war es fast so einfach, wie es klingt: einfach an einer Ecke ausrichten und das Modell genau dort platzieren, wo man es braucht“, so Lifahn. Die Teams vor Ort konnten Konflikte und Lösungen sofort erkennen, ohne komplexe Pläne interpretieren zu müssen.
Warum GAMMA AR statt Alternativen:
- Keine QR-Code-Einrichtung in Modellen mehr und keine Workflow-Komplikationen, die die Trimble-Lösung geplagt hatten
- Nutzung der zuverlässigen iPad-LiDAR-Technologie statt der problematischen HoloLens
- Einfachere Schulung und Einführung dank intuitiver Benutzeroberfläche
- Sofortiger Mehrwert mit vorhandener Hardware
Die Entscheidung entsprach dem Anspruch des Unternehmens, technologisch stets einen Schritt voraus zu sein: „Wenn alle auf der Welt außer uns diese Technologie nutzen, muss man eben etwas ändern.“
Die Ergebnisse
Prävention kritischer Konflikte:
Erfolgreiche Identifizierung und Behebung von Konflikten bei den Freiräumen der Patientenlifter in allen zehn Patientenzimmern – so wurden kostspielige Nacharbeiten und Terminverzögerungen vermieden.
Proaktive vs. reaktive Umsetzung:
Das Unternehmen ging dazu über, GAMMA AR nicht mehr nur zur Lösung bestehender Probleme, sondern von Projektbeginn an einzusetzen – und ermöglichte so Prävention statt Reaktion.
Optimierte Koordinationsabläufe:
Die Teams können nun die komplexe MEP-Integration in Bestandsgebäuden visualisieren und Kollisionen bereits vor Baubeginn erkennen – und nicht erst während der Installation.
Fazit
Mit GAMMA AR wandelte Batson Cook seinen Ansatz von der reaktiven Problemlösung hin zur proaktiven Koordination. Die Technologie wird nun im gesamten Gesundheitsbau-Portfolio des Unternehmens ausgeweitet, da die Führungsebene ihren strategischen Wert für die Sicherung von Wettbewerbsvorteilen erkennt.
„Ich sehe definitiv, dass sie zunehmend proaktiv eingesetzt wird“, resümierte Lifahn. „Ich würde es begrüßen, wenn wir sie nutzen würden, um zuerst zu verstehen, was vor sich geht, statt zu sagen, wir haben ein Problem, und um Hilfe zu bitten, es zu beheben.“
Für Bauunternehmen im Gesundheitswesen mit ähnlichen Koordinationsherausforderungen zeigt die Erfahrung von Batson Cook: Wer zunächst konkrete Problemlösungsfähigkeiten unter Beweis stellt und die Technologie anschließend als Standard-Workflow einführt, sorgt für eine erfolgreiche Einführung und die Zustimmung der Führungsebene.